Information - Geflügelpest - Stallpflicht

Über dem Wege der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg, Veterinärreferat, wird mitgeteilt, dass das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich als „Gebiet mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko“ ausgewiesen wurde, da aufgrund der europaweiten Situation eine erhöhte Ansteckungsgefahr für Hausgeflügel zu befürchten ist. Diese Änderung der Geflügelpest-Verordnung 2007 tritt mit 10. Jänner 2017 in Kraft. Damit gelten für alle Geflügelhalter die Maßnahmen gem. § 8 der Geflügelpest-Verordnung. Das Ziel ist, eine Ansteckung des Hausgeflügels durch Wildvögel bestmöglich zu verhindern. Da der derzeitige Virustyp zahlreiche Sterbefälle in der Wildvogelpopulation verursacht, sollten Tierhalterinnen und Tierhalter im eigenen Interesse auf eine strikte Einhaltung achten. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der derzeit vorherrschende Virustyp H5N8 nach bisherigen Erfahrungen nicht auf den Menschen übertragbar ist, sondern ausschließlich Geflügel befällt.

Pflichten des Tierhalters in Gebieten mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko:In den genannten Gebieten sind Geflügel und andere in Gefangenschaft gehaltene Vögel unter folgenden Bedingungen zu halten:

  • Diese sind dauerhaft in Stallungen oder jedenfalls in geschlossenen Haltungsvorrichtungen, die zumindest oben abgedeckt sind, so unterzubringen, dass der Kontakt zu Wildvögeln und deren Kot bestmöglich hintangehalten wird und zu wildlebenden Wasservögeln jedenfalls ausgeschlossen ist.
  • Die Tränkung der Tiere darf nicht mit Wasser aus dem Sammelbecken für Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, erfolgen.
  • Die Reinigung und Desinfektion der Beförderungsmittel, Ladeplätze und Gerätschaften hat mit besonderer Sorgfalt zu erfolgen.
  • Veranstaltungen mit Geflügel oder anderen Vögeln sind meldepflichtig.
  • Aufgrund der Anzeigepflicht gemäß § 17 Tierseuchengesetz sind bei Verdacht auf Geflügelpest, in allen Haltungen von Geflügel oder anderen in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln, jedenfalls folgende Anzeichen der Bezirksverwaltungsbehörde zu melden:
  • Abfall der Futter- und Wasseraufnahme von mehr als 20 % oder
  • Abfall der Eierproduktion um mehr als 5 % für mehr als 2 Tage oder
  • Sterblichkeitsrate höher als 3 % in einer Woche.